Eule      

Fahrt des Seniorenbeirates zum Weihnachtsmarkt Koblenz am 3. Dezember 2019. Wie immer bei den wunderschönen Veranstaltungen des Seniorenbeirates der Kolpingstadt Kerpen, starteten 300 Teilnehmern in 6 Bussen zum Weihnachtsmarkt nach Koblenz, einer rheinland-pfälzischen Römerstadt mit rd. 112.600 Einwohnern, die sich alljährlich in ein stimmungsvolles Weihnachtsparadies verwandelt.Vom Wasser aus ist der erste überwältigende Eindruck das Deutsche Eck am Zusammenfluss von Rhein und Mosel mit dem Standbild des 1888 verstorbenen Kaiser Wilhelm I., für 1 Million Mark erbaut und 1893 von Kaiser Wilhelm II. auf dem Platz eingeweiht, der schon im 10. Jahrhundert von Christen besiedelt wurde. 1945 wurde das Denkmal von den Amerikanern zerstört und Ende der 90er Jahre mit den Mitteln aus einer privaten Stiftung einer betuchten Verleger-Familie wieder aufgebaut.Die Stadt ist das Tor zum UNESCO-Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“ und strotzt vor Geschichte und den entsprechenden historischen Denkmälern. Um nur einige zu nennen: Die monumentale Festung Ehrenbreitstein mit ihren lieblichen terrassenförmigen Weinbergen, die u. a. mit einer Seilbahn auf einem gegenüber liegenden Hügel zu erreichen ist, mehrere Museen beherbergt und kulturelle Veranstaltungen ausrichtet, Burgen, Kirchen, die Alte Münze, das kurfürstliche Stadtschloss, erbaut Ende des 18. Jahrhunderts von Clemens Wenzeslaus von Sachsen.Ende des 15. Jahrhunderts gründeten Augustiner-Mönche aus Erfurt ein Eremitenkloster zu Füssen der Festung Ehrenbreitstein.Nach dem Wiener Kongress, Anfang des 19. Jahrhunderts, regierte das Königreich Preussen und machte Koblenz zur Hauptstadt der Rheinprovinz. In den folgenden Jahren wurde die Mitte des 17. Jahrhundert erbaute Festung Ehrenbreitstein zum umfangreichsten Befestigungssystem Europas, mit Hilfe des berühmten Balthasar Neumann von einem Düsseldorfer Festungsbaumeister erbaut.Koblenz beherbergt seit 1952 im Stadtteil Karthause das staatliche Bundesarchiv mit 15.000 qm Magazinfläche und 70 km Schriftgut seit 1949. Die dafür nötigen Keller wurden in das Karthauser Bergmassiv gerammt.Was hat es mit den „Kowelenzer Schängelche“ auf sich? Der Begriff Schängel stammt aus der 20jährigen französischen Besatzungszeit Ende des 19. Jahrhunderts. Schängel waren die von Franzosen abstammenden Kinder deutscher Mütter. Im französischen Vornamen Jean – auf rheinisch „Schäng“ - könnte der Ursprung liegen. Im Hof des Rathauses steht zum Andenken der Schängel-Brunnen. Ausserdem ist ein leckerer Quittenlikör mit diesem Namen bedacht.Die Kerpener Seniorinnen und Senioren haben diese historische, südwestdeutsche Stadt mit ihrem zauberhaften Weihnachtsmarkt für ein paar Stunden in jeder Hinsicht erobert und ausgekostet, ehe es um 16 h auf dem Wasserweg unter den Fittichen der Reederei Gilles mit der festlich geschmückten „Stadt Vallendar“ der Reederei Gilles und leckerer, adventlicher Kaffeetafel nach Vallendar ging. Die bereitstehenden Busse brachten die besinnlich muntere Seniorenschar wieder wohlbehalten ins heimatliche Kerpen, wo man sich mit den besten Wünschen für das bevorstehende Weihnachtsfest verabschiedete.

 

A. Baum

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